"Each mir hu mitgemoacht - eann wei!"
Wie überhaupt die ganze Festveranstaltung zum 675.
Dorfjubiläum vom 12.-14. August 2011, so war auch unsere Beteiligung am Festumzug
mit zwei
Motivwagen ein riesen Spaß und ein voller Erfolg, so dass die
Mitwirkenden von den Zuschauern viel Applaus und Zuspruch ernteten.
Nach langer Planungszeit - die ersten Planungen und
Vorbereitungen begannen bereits Anfang dieses Jahres - fiel die
Aufbauzeit der beiden Wagen kurz aber dafür um so heftiger aus.
Wurden doch innerhalb von etwas mehr als einer Woche die Wagen von
Grund auf hergerichtet, geschmückt und festzugstauglich gemacht.
Dies funktionierte aber nur aufgrund einer guten Organisation, bei
der alle Materialen, Dekoartikel und sonstiges Zubehör sowie
natürlich die richtigen Ideen weit im Vorfeld besorgt und gesammelt
wurden.
Am Ende waren wir selbst überrascht über den wunderschönen und
gelungenen Blumenkönigin-Wagen, was wir natürlich
größtenteils der Kreativität unserer Frauen zu verdanken hatten.
Währen des Festzugs thronte darauf die Blumenkönigin nebst Prinz
und wurde dabei von vier Prinzessinnen umsäumt sowie von
"Fußvolk" in Form von entsprechend kostümierten
Blumenmädchen und -frauen begleitet. Dieser Wagen konnte wahrlich
so manch anderem Königsgespann Konkurrenz machen - und sollte dies
ja auch tun!
Auftritt mit Herz
Die Männer indes hatten ihren Auftritt mit einem Bauwagen, auf
dem ein ein 'besonders akurat zurechtgezimmertes' Herzhäuschen mit
allerhand 'fachmännisch angebrachten' Installationen und Armaturen
die Tätigkeiten in einem Neubaugebiet persiflieren sollte. Der
Bautrupp wurde von Kindern unserer Siedlung, die mit auf dem Wagen
fuhren, sowie von einigen "Bauherren", die den Wagen
begleiteten, gebildet. Der Bauleiter hatte seinen Platz
standesgemäß in "Herzhausen", von wo aus er begleitet
von einschlägigen "Geschäftsgeräuschen" seine
Mannschaft zum weiterarbeiten antrieb, während er sich dem
eingehenden Studium der Klolektüre widmete.
Währen des Festzugs gelang es, auch unseren Bürgermeister,
Herrn Knierim, auf den Wagen zu zwingen - oder stürmte er gar
freiwillig in das gerade frei werdende Geschäftshaus - der nach
einiger Verweilzeit mit freudigem Grinsen und sichtlich erleichtert die
Szenerie verließ.
"Wo früher nur der Wind geweht ..."
Unser Blumenwagen stand unter dem Motto
"Wo früher nur der
Wind geweht, steht heut' ein buntes Blumenbeet!", was zum einen
auf die aus den Blumennamen Kornblume, Margerite, Kamille
bestehenden Straßennamen unserer Siedlung (die Bewohner der Straße
"Am Cromerg" mögen verzeihen, dass sie sich in dem
Mottospruch nicht explizit wiederfinden - sie durften ja trotzdem
mitmachen :-) widerspiegeln sollte, zum anderen aber auch auf die
Vielfältigkeit der Herkunft der Siedlungsbewohner hinweisen sollte.
Das über dem Königspaar angebrachte Spruchband konnte sich
eines kleinen Seitenhiebs in Richtung unserer Kernstadt nicht
ganz erwehren.
Der Bautrupp konnte am Ende die Erkenntnis in Form von "Wir
können alles außer Platt - bis uff e poar" gewinnen,
womit sich der Kreis zur Herkunft unserer Bewohner schließt, der
nur zum geringen Teil aus "Einheimischen" besteht und die
somit nicht unbedingt des einheimischen Dialekts mächtig sind (was
die Planungen einerseits erschwerte, weil nicht jeder alles
verstand, andererseits aber auch erleichterte, da teilweise
überraschend wenig Gegenargumente vorgebracht wurden).
Am Ende des Festzugs trafen sich die Mitwirkenden zum
Festausklang respektive zur "After-Work-Party" nochmals im
Festzelt, bei dem sich alle nochmals über die gelungene
Festzugsteilnahme freuten und - nachdem man ja pünktlich zum Ende
des Festzugs (äußerlich) gründlich nass geworden war - man dort
nun auch für die innere Flüssigkeitsaufnahme sorgte und man
insgesamt auch nach einer Woche Arbeit und drei Tagen Feier noch
keinerlei Feiermüdigkeit erkennen ließ. Abgerundet wurde der
Auftritt durch ein einheitliches T-Shirt, welches das Motto des
Blumenwagens trug und farblich den Gesamtauftritt unterstrich und
mit dem viele Bewohner bereits am Samstagabend die NBG-Farben
auftrugen. Ort der Stille
Das
Abschlagen der Festwagen, sowie die damit verbundenen Aufräum- und
Entsorgungsarbeiten wurden am Montag direkt im Anschluss an das Fest
vorgenommen. Dabei wurde das Herzhäuschen erhalten, da mit diesem
ein "Ort der Stille" auf dem Parkplatz Eingangs unseres
Wohngebiets eingerichtet wurde. Dieser bietet somit gestalterischen
Freiraum für weitere Siedlungsaktivitäten, Kinderspiele ... nur
bitte nicht als echten Abort benutzen! (Für Ordnungsliebhaber: Das
Häuschen wird natürlich nach einiger Zeit wieder entfernt!) Spaß
und Freude bei der Mitwirkung
Abschließend möchte sich das Organisationsteam im Namen der
Siedlung für die
Teilnahme aller Mitwirkenden, insbesondere bei den Helfern bei Auf-
und Abbau, sowie bei allen Unterstützern und Förderern bedanken
und nochmals herausstellen, dass wir alle mit viel Spaß und Freud
bei Planung und Gestaltung der Wagen dabei waren und wir somit einen
Beitrag zum Fest geleistet haben, worauf wir als Siedlung stolz sein
können!
Bilder
des Festzugs (NBG-Wagen) Des Weiteren sind
Bilder und
Videos
mit unseren Wagen auf www.mittelhessen de zu sehen.
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